MDMA mit 3-CMC

Vorsicht · Falschdeklaration · 03.06.2026 · Bern (DIB)

Wirkstoffe und Gehalt

  • MDMA 78 %
  • 3-CMC 14 %
  • iso-3-CMC (Menge nicht bestimmbar)

Risikoeinschätzung

Eine als MDMA deklarierte Probe enthielt nebst MDMA zusätzlich 3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) und Spuren von iso-3-CMC.

3-CMC gehört zur Substanzgruppe der Cathinone und ist eine Neue Psychoaktive Substanz (NPS). Über Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 3-CMC liegen kaum Informationen vor. Man geht davon aus, dass 3-CMC eine hohe neurotoxische Wirkung aufweist.

Obwohl 3-CMC üblicherweise in etwas geringerer Dosierung als MDMA konsumiert wird und ähnliche Effekte zeigt, unterscheidet sich die Wirkung: die Substanz wirkt meist weniger empathiefördernd (emotional verbindend), dafür stärker stimulierend und kann zu Unruhe, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit führen. Zudem ist die Wirkung oft kürzer und weniger vorhersehbar als bei MDMA. Das Risiko steigt vor allem dann, wenn 3-CMC unwissentlich konsumiert wird und von reinem MDMA ausgeht.

Aufgrund fehlender wissenschaftlicher Untersuchungen zu 3-CMC, der potentiell neurotoxischen Wirkung und dem unbekannten gesundheitlichen Risiko beim gleichzeitigen Konsum von MDMA und 3-CMC raten wir vom Konsum ab. Bei Pulvern und Kristallen kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; lass diese Substanzen deshalb unbedingt in einem Drug Checking analysieren. Falls du kein Drug-Checking-Angebot nutzen kannst, teste immer erst eine kleine Menge an.