Amphetamin verkauft als Kokain

Vorsicht · Falschdeklaration · 14.04.2026 · Zürich (DIZ)

Wirkstoffe und Gehalt

  • Amphetamin*Sulfat 86.9 %
  • 1-PEA (Menge nicht bestimmbar)
  • Syntheseverunreinigungen (≥2) 1.5 %

Risikoeinschätzung

Eine als Kokain verkaufte Probe enthielt kein Kokain, sondern Amphetamin.


Beim unwissentlichen Konsum von reinem Amphetamin besteht eine hohe Gefahr einer Überdosierung, da Amphetamin bereits in kleinen Dosen wirkt. Zusätzlich kann es dazu kommen, dass Konsumierende erneut nachlegen, wenn die erwartete Kokainwirkung ausbleibt.


Da Amphetamin (25–40 mg / mittlere Dosierung) tiefer dosiert wird als Kokain (30–60 mg / mittlere Dosierung), kann eine Falschdeklaration dieser Substanzen zu einer psychisch überfordernden und riskanten Überdosierung mit gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen führen.

 

Zudem wurde in dieser Probe 1-PEA und mindestens zwei Syntheseverunreinigungen analysiert. 1‑PEA ist eng mit Phenethylamin verwandt, gilt bei externer Einnahme als kaum wirksam und sollte nicht zusammen mit MAO‑hemmenden Medikamenten konsumiert werden. Syntheseverunreinigungen deuten auf eine unsachgemässe Herstellung hin. Zu Risiken, Nebenwirkungen, Langzeitfolgen und Toxizität von Syntheseverunreinigungen sind keine gesicherten Informationen vorhanden. Gänzlich unbekannt ist das Wechselwirkungspotential der Verunreinigung mit Amphetamin. 


Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu gefährlichen Falschdeklarationen. Solche Proben sollten deshalb unbedingt vor dem Konsum getestet werden.