Abarth (MDMA mit PMMA)

Vorsicht · MDMA-Pille mit PMMA · 03.06.2026 · Zürich (DIZ)

Wirkstoffe und Gehalt

  • MDMA 118.1 mg
  • PMMA*HCl 10.2 mg

Risikoeinschätzung

Diese als MDMA deklarierte Pille enthält nebst 118.1 mg MDMA zusätzlich 10.2 mg PMMA (4-MMA/4-Methoxymethamphetamin).

PMMA ist eine Substanz, die strukturell mit MDMA verwandt ist. Im Vergleich zu MDMA hat PMMA einen deutlich verzögerten Wirkungseintritt (ca. 1-2 Stunden statt 30-60 Minuten), was gerade bei reinen PMMA-Proben zu Nachdosieren und damit zu starken Überdosierungen führen kann. Zudem wird PMMA mit einem höheren Risiko für Überhitzung, Wahrnehmungsstörungen und Kreislaufbelastung in Verbindung gebracht. Die in der Literatur beschriebenen Risiken und Vergiftungsfälle beziehen sich auf hohe Dosierungen (ab ca. 100 mg). PMMA kann, hoch dosiert und in Kombination mit anderen auf den Seretoninhaushalt wirksamen Substanzen (z. B. MDMA, SSRI Antidepressiva, MAO-Hemmern), zu einer Serotonin-Vergiftung bzw. einem sogenannten Serotonin-Syndrom führen. 

Die MDMA-Dosierung von 118.1 mg pro ganze Pille liegt im oberen Bereich üblicher Dosierungen. Zu hohe Dosen MDMA können zu Nebenwirkungen wie Kiefermahlen, Augen- und Muskelzucken oder Krampfanfällen führen. Bei Überdosierungen steigt die Körpertemperatur stark an und es können Halluzinationen auftreten. An Folgetagen, nach der Einnahme solch hoher Dosen MDMA, treten vermehrt Depressionen, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit sowie ein Gefühl starker Antriebslosigkeit auf. Die regelmässige Einnahme grosser Mengen MDMA ist neurotoxisch und vergrössert die Wahrscheinlichkeit irreparabler Hirnschäden.

 

Über 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht für Männer und 1.3 mg pro kg Körpergewicht für Frauen ist zu viel (Bsp. Frau 60 kg x 1.3 = max. 78 mg MDMA und beim Mann 80 kg x 1.5 = max. 120 mg MDMA).