4-MMC mit mehreren Cathinonen

Warnung · Falschdeklaration · 13.03.2026 · Zürich (DIZ)

Wirkstoffe und Gehalt

  • 2-MMC
  • 4-MMC
  • 3-CMC (Menge nicht bestimmbar)
  • 4-CMC
  • Syntheseverunreinigung (≥1)

Risikoeinschätzung

Diese als Mephedron (4-MMC) deklarierte Probe enthält neben 4-MMC die Neuen Psychoaktiven Substanzen 2-MMC, 4-CMC (4-Chloromethcathinone; Clephedrone), 3-CMC (Clophedron, 3-Chlormethcathinon) sowie mindestens eine Syntheseverunreinigung.

 

4-CMC gehört zur Gruppe der Cathinone und ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. 4-CMC wird als stark leistungssteigernd und euphorisierend beschrieben. Einige Konsumierende berichten über starke Kopfschmerzen sowie Nieren- bzw. Leberschmerzen an den Tagen nach dem Konsum. Zudem wird berichtet, dass die Substanz einen starken Drang zum Nachdosieren auslösen kann, was das Suchtpotential erhöht. 4-CMC steht im Verdacht, stark neurotoxisch zu sein. Über weitere Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen keine Informationen vor. 

 

3-CMC ist eine Neue Psychoaktive Substanz (NPS). Über Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 3-CMC liegen kaum Informationen vor. Man geht davon aus, dass 3-CMC eine hohe neurotoxische Wirkung aufweist. Die chemische Struktur ist ähnlich wie bei 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) und wird im Internet oftmals als Mephedron-Ersatz vermarktet. 

 

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist eine eher neuere NPS (Neue Psychoaktive Substanz) und ein Cathinon der Gruppe der Amphetamine. Über dessen Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen liegen keine gesicherten Informationen vor. 2-MMC wird im Internet oftmals als Mephedron (4-MMC) oder 3-MMC-Ersatz vermarktet. Die Wirkung von 2-MMC wird laut User-Berichten eher mit 2-FA oder Amphetamin (leistungssteigernd und stimulierend) verglichen, weshalb viele konsumierende Personen eine etwas andere Wirkung als erwartet erfahren haben. 

 

Ausserdem wurde in dieser Probe mindestens eine Syntheseverunreinigung nachgewiesen. Syntheseverunreinigungen deuten auf eine unsachgemässe Herstellung hin. Zu Risiken, Nebenwirkungen, Langzeitfolgen und Toxizität von Syntheseverunreinigungen sind keine gesicherten Informationen vorhanden. 

 

Aufgrund der kaum vorhandenen wissenschaftlichen Datenlage zu diesen Cathinonen, der möglichen ausgeprägten neurotoxischen Wirkungen sowie den fehlenden Angaben zum Gehalt von 4‑CMC und 3‑CMC und da die Wechselwirkungen dieser Substanzen untereinander weitgehend unbekannt sind, raten wir dringend vom Konsum dieses Gemisches ab.

 

Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!