3-CMC verkauft als MDMA

Vorsicht · Falschdeklaration · 01.07.2026 · Zürich (DIZ)

Wirkstoffe und Gehalt

  • 3-CMC 96.9 %
  • Syntheseverunreinigungen (≥2) 3 %

Risikoeinschätzung

Eine als MDMA deklarierte Probe enthielt kein MDMA, sondern 3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron). 3-CMC ist eine Neue Psychoaktive Substanz (NPS).

Über Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 3-CMC liegen kaum Informationen vor. Man geht davon aus, dass 3-CMC eine hohe neurotoxische Wirkung aufweist.

Obwohl 3-CMC in etwas geringerer Dosierung als MDMA konsumiert wird und einige ähnliche Effekte zeigt, unterscheidet sich das Wirkprofil deutlich: Die Substanz wirkt meist weniger empathiefördernd, dafür stärker stimulierend und kann zu Unruhe, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit führen. Zudem ist die Wirkung oft kürzer und weniger vorhersehbar als bei MDMA – was den Konsum besonders riskant macht.

Mit bestimmten Risiken verbunden ist der Konsum vor allem dann, wenn – wie bei dieser Falschdeklaration – 3-CMC unwissentlich konsumiert wird und man fälschlicherweise von MDMA ausgeht: In solchen Fällen wird die Dosierung möglicherweise höher gewählt, was das Risiko für unerwünschte Wirkungen und Überdosierung zusätzlich erhöht.

Aufgrund fehlender wissenschaftlicher Untersuchungen zu 3-CMC sowie der potentiell neurotoxischen Wirkung von 3-CMC raten wir vom Konsum ab!

Ausserdem wurde in dieser Probe neben 3-CMC mindestens zwei Syntheseverunreinigung nachgewiesen. Syntheseverunreinigungen deuten auf eine unsachgemässe Herstellung hin. Zu Risiken, Nebenwirkungen, Langzeitfolgen und Toxizität von Syntheseverunreinigungen sind keine gesicherten Informationen vorhanden. Gänzlich unbekannt ist das Wechselwirkungspotential der Verunreinigung mit 3-CMC. 

Bei Pulvern und Kristallen kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; lass diese Substanzen deshalb unbedingt in einem Drug Checking analysieren. Falls du kein Drug-Checking-Angebot nutzen kannst, teste immer erst eine kleine Menge an.