LSD verkauft als MDMA

Vorsicht · Falschdeklaration · 14.07.2026 · Zürich (DIZ)

Wirkstoffe und Gehalt

  • LSD*Tartrat 150 µg

Risikoeinschätzung

Bei dieser als MDMA deklarierten Probe handelte es sich nicht um MDMA, sondern um LSDDie genaue Konzentration von LSD konnte nicht bestimmt werden – die Erdbeere enthält aber mindestens 150 µg LSD.

LSD unterscheidet sich sowohl hinsichtlich seiner Wirkung als auch seiner Dosierung stark von MDMA. Bereits sehr geringe Mengen können intensive und lang anhaltende Effekte auslösen. Die LSD-Wirkung ist sehr stark von Drug, Set und Setting abhängig. Als Psychedelikum intensiviert und verfremdet LSD die Sinneswahrnehmungen und das Raum-Zeit-Empfinden. Stimmung und Gefühle können sich abrupt verändern. Hochdosiert kann es zur Loslösung vom eigenen Körper kommen. Besonders in der Anfangsphase des Trips können leichte Atembeschwerden, Herzrasen, Schweissausbrüche, veränderter Blutdruck und Übelkeit auftreten. Diese Symptome können beängstigend sein, wenn eigentlich die Wirkung von MDMA erwartet wurde. 

LSD wird sehr viel tiefer dosiert als MDMA. Über 150 μg LSD können zu viel sein. Hohe Dosen erhöhen das Risiko auch für erfahrene Konsument*innen. Es können höchst intensive psychedelische Erlebnisse hervorgerufen werden, welche verstörend und angsteinflössend sein können. Auch paranoide Vorstellungen können vorkommen. Des Weiteren kann eine sogenannte Übersensibilität auftreten. Musik, Licht und andere Reize können dabei als extrem unangenehm empfunden werden. Auch eine Körper-Geist-Trennung kann auftreten.