Ketamin, Koffein und Amphetamin verkauft als Ketamin

Information · Falschdeklaration · 08.07.2026 · Zürich (DIZ)

Wirkstoffe und Gehalt

  • Ketamin*HCl 49.8 %
  • Coffein 30.1 %
  • Amphetamin*Sulfat 20.1 %

Risikoeinschätzung

Bei dieser als Ketamin deklarierten Probe handelte es sich nicht um Ketamin, sondern um 49.8 % Ketamin, 30.1 % Koffein und 20.1 % Amphetamin

Die Wirkung von Ketamin als Rauschmittel ist stark dosierungsabhängig: in tieferen Dosen wirkt es, ähnlich wie Alkohol, enthemmend und entspannend, während höhere Dosen tranceartige Zustände bis hin zu ausserkörperlichen oder todesnahen Erfahrungen ("K-Hole") hervorrufen können. Es kann zu einer bruchstückhaften Auflösung der Umwelt und des Körperempfindens kommen, Gedanken können abreissen, Gefühle der Schwerelosigkeit oder des Schwebens können auftauchen. Sinneswahrnehmungen und das Raum-Zeit-Empfinden verändern sich. Bei sehr hohen Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper und/oder zur Ich-Auflösung oder Verschmelzung mit der Umwelt kommen. Nach dem Trip: Benommenheit, Erinnerung an das Erlebte ist oft nur teilweise möglich.

Amphetamin hat ein völlig anderes Wirkprofil als Ketamin: Es wirkt stark stimulierend, wachmachend und körperlich aktivierend, während Ketamin dämpfend, dissoziativ und betäubend wirkt. Wer mit einer sedierenden oder dissoziativen Wirkung rechnet, kann durch die plötzlich einsetzende stimulierende Wirkung schnell überfordert sein. Unerwartete Effekte wie Unruhe, Herzrasen, Nervosität oder Angstzustände sind möglich.

Koffein macht kurzfristig wach, beschleunigt den Herzschlag und steigert vorübergehend die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. In höheren Dosen (ca. 300 − 600 mg) erzeugt es eine leichte Euphorie. In klinischen Tests an Erwachsenen mit Asthma hat sich gezeigt, dass Koffein in relativ niedrigen Dosen eine leichte Verbesserung der Lungenfunktion bewirkt.

Bei dieser Zusammensetzung ist es schwierig abzuschätzen, welche Wirkungen in welchem Ausmass auftreten.

Bei Pulvern kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; diese deshalb wenn möglich vor dem Konsum testen lassen.