Antidepressiva werden zur Behandlung von Depressionen sowie bei Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt. Die Wirkung erfolgt bei regelmässigem Gebrauch über mehrere Wochen, der Wirkmechanismus erfolgt meist indirekt über die Hemmung des Abbaus von Überträgersubstanzen im Gehirn. Dadurch besteht kein Sucht- oder Abhängigkeitspotential. Was bei der Einnahme als unmittelbare Wirkung empfunden wird, sind eigentlich Nebenwirkungen (z. Bsp. Müdigkeit). Beim Absetzen einer Behandlung mit Antidepressiva kann ein Absetzphänomen (z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühle im Körper, Schwindel, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwitzen und Angst- oder Panikschübe) entstehen, besonders wenn die Einnahme plötzlich eingestellt wird.

  • Gruppe

Upper / Downer (je nach Präparat)

 

Antipsychotika

Die Neuroleptika sind Arzneimittel mit antipsychotischen (den Realitätsverlust bekämpfende) sowie dämpfenden (sedierende) Wirkungen.

  • Gruppe

Downer

  • Dosierung

Quetiapin (z. B. Seroquel®) hat in oralen Einmaldosen von 800 bis 1200 mg sedierende und angstlösende Wirkungen. Vorsicht: Wirkt in hohen Dosen stark blutdrucksenkend.

Ähnliche Effekte wurden auch mit Olanzapin (z. B. Zyprexa®) in Dosen von 40 bis 50 mg/Tag beschrieben.

Die Wirkung von Antidepressiva ist variabel. Die Antidepressiva haben je nach Arzneimittel stimmungsaufhellende, antriebssteigernde, antriebsdämpfende, beruhigende und angstlösende Eigenschaften.

Trizyklische Antidepressiva (TZA) können in hohen Dosen zur Erzeugung von Euphorie und Zufriedenheitsgefühlen gebraucht werden. Typisches Beispiel: Amitriptylin (z. B. Saroten®) mit ausgeprägter sedierender Wirkung. Trizyklische Antidepressiva finden vereinzelt zur Erzeugung von Euphorie und Halluzinationen Verwendung. Aufgrund der synergistischen Wirkung von Opioiden und Trizyklika können diese Klasse der Antidepressiva eingesetzt werden, um eine Wirkverstärkungen und/oder -verlängerungen zu erreichen.

Bupropion (z. B. Wellbutrin®) ähnelt strukturell den Amphetaminen und inhibiert die Wiederaufnahme von Dopamin und Norepinephrin im zentralen Nervensystem. Bupropion besitzt eine stark aktivierende Nebenwirkung, welche als stimulierend beschrieben wird. Vereinzelt findet es aufgrund dieser Nebenwirkung Verwendung.

Der selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) Fluoxetin (z. B. Fluctine®) besitzt in höheren als in der Therapie verwendete Dosierungen (über 80 mg/Tag) stimulierende Effekte. Eine Kombination mit 3,4-Methylendioxy-methamphetamin (MDMA, Ecstasy) kann zu einer Wirkverlängerung führen.

Venlafaxin (z. B. Effexor®) gehört zur Antidepressivagruppe der sowohl Serotonin- als auch Noradreanlin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI). In deutlich höheren als therapeutische angewendete Dosen kann Venlafaxin amphetaminähnliche Effekte zeigen.

 

Antipsychotika

Antipsychotisch, stark dämpfend, angstlösend.

Antidepressiva

Aufgrund der grossen Unterschiede zwischen den Antidepressiva hängen die Nebenwirkungen von der jeweiligen Substanz ab. Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Magen-Darm-Beschwerde, Schwitzen, Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Angst, Herzklopfen sowie Libido- und Erektionsstörungen. Selten Herzrhythmusstörungen, Blutdruckerhöhung, Krampfanfall, bei Intoxikation Serotoninsyndrom (lebensbedrohlich).

Antidepressiva werden aufgrund ihrer stimulierenden oder sedierenden Nebenwirkungen verwendet. Besonders belastend oder risikoreich sind folgende Vertreter (mit anticholinergen oder dopaminergen Effekten).

 

Antipsychotika

Die Nebenwirkungen sind je nach Substanz sehr variabel. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Sedierung oder Unruhe, Muskelzucken, Schwindel, Durst und Mundtrockenheit, Gewichtszunahme. Seltenere Nebenwirkungen sind motorische Erscheinungen wie Steifigkeit, Zittern, unwillkürliche Bewegungen (extrapyramidale Störungen). Nach längerer Therapie mit Neuroleptika könnten bei manchen Personen Dystonien (spezifische Fehlhaltungen) oder Früh- bzw. Spätdyskinesien (Fehlbewegungen) auftreten.

Gut zu wissen

Die Kombination mit Alkohol oder Benzodiazepinen könnte zu ausgeprägter Sedierung bis zum Koma führen, in anderen Situationen kann es euphorisierend wirken.

Vorsicht beim Mischkonsum!