Benzodiazepine sind eine Gruppe von Medikamenten, die als Beruhigungsmittel (Tranquilizer), zur Schlafregulation, als Mittel gegen Epilepsie und als Narkosemittel eingesetzt werden. Die bekanntesten Präparate sind Diazepam (Valium®), Alprazolam (Xanax®), Lorazepam (Temesta®), Oxazepam (Seresta®) und Midazolam (Dormicum®).

  • Gruppe

Downer

  • Erscheinungsformen

Benzodiazepine werden meist als Tabletten angeboten, es gibt sie auch als flüssige Injektionslösung oder Nasenspray.

  • Konsumformen

Benzodiazepine werden meist als Tabletten geschluckt. Sie können auch geschnupft werden. Sehr selten werden sie gespritzt (injiziert).

  • Dosierung

Die Dosis hängt stark vom Präparat, von der individuellen Toleranz und vom Konsumverhalten ab.

Name

Alprazolam (Xanax®)

Diazepam (Valium®)

Oxazepam (Seresta®)

Lorazepam (Temesta®)

Midazolam (Dormicum®)

tiefe Dosis

0.125 – 0.25mg

1.25 – 2.5mg

3mg – 7.5mg

0.25 – 0.5mg

Unter 3.5mg

mittlere Dosis

0.25 – 0.5mg

2.5 – 5mg

7.5 – 15mg

0.5 – 1mg

3.75 – 7.5mg

Hohe Dosis

0.5 – 1mg

5 – 10mg

15 – 30mg

1 – 2mg

7.5 – 15mg

Sehr hohe Dosis

Über 1mg

Über 10mg

Über 30mg

Über 2mg

Über 15mg

Angstlösend, beruhigend, einschläfernd, muskelentspannend. Verminderte Gedächtnisleistung und Erinnerungsfähigkeit. Bei hohen Dosen: Verlangsamung, Schläfrigkeit, Gedächtnislücken («Filmriss»).

  • Wirkungseintritt

Nach 15 Min.

  • Wirkdauer

Je nach Medikament 1,5 – 48 Std.

Müdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen sowie Niedergeschlagenheit und Gedächtnislücken. Die Bewegungsabläufe werden gestört, Schwindel, Muskelschwäche, was die Sturzgefahr erhöht. Höher dosiert: Übelkeit, Mundtrockenheit, verlangsamte Atmung und Blutdruckabfall.


Langzeitrisiken

Merkfähigkeits-, Lern- und Konzentrationsstörungen. Es kann zu einer gefühlsmässigen Abflachung und Abstumpfung kommen sowie zur verminderten Fähigkeit, Risiken einzuschätzen. Die Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen und körperlichen Symptomen ist gross. Wenn sich eine Toleranz entwickelt hat und dem Körper nicht die benötigte Substanzmenge zugeführt wird, treten körperliche Entzugserscheinungen auf. Diese sind mit Muskelschmerzen und -Zuckungen, Krämpfen und Zittern verbunden und können gesundheitsbedrohliche Zustände wie epileptische Anfälle, Verwirrtheit und Delirien auslösen.

  • Auf die Dosierungsangaben von Kolleg:innen, die regelmässig Benzodiazepine konsumieren ist kein Verlass, da sie an die Substanzen gewöhnt sind.
  • Bei auf dem Schwarzmarkt oder im Internet erworbenen Medikamenten ist der Inhalt unklar. Die genauen Inhaltsstoffe kann man in einem Drug-Checking-Angebot erfahren.
  • Vermeide Mischkonsum, insbesondere mit anderen Downern, da es zum Atemstillstand und Kreislaufkollaps führen kann. Kombiniere nicht mit:
  • Konsumiere in ruhiger Umgebung und nicht allein.