Cannabisprodukte werden aus der Hanfpflanze gewonnnen. Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabidiol (CBD) und Cannabinol (CBN) sind die wichtigsten psychoaktiven Wirkstoffe der rund 400 aktiven Inhaltsstoffe der Hanfpflanze.

Gruppe: Downer/Dissoziativa Erscheinungsformen: Marihuana (Gras) besteht aus getrockneten Blüten der weiblichen Pflanze; Haschisch (Shit) ist das getrocknete Harz aus den Drüsenhaaren der Pflanze.

Konsumformen: Cannabisprodukte werden meist mit Tabak gemischt und geraucht (Joints, Wasserpfeife, Shilom etc.), seltener getrunken (als Tee, Tinktur) oder gegessen (Spacecakes, Joghurt). Cannabis kann auch in Vaporizern verdampft
werden.

Dosierung: Der Wirkstoffgehalt und das Verhältnis von THC zu CBD und CBN unterscheiden sich stark von Produkt zu Produkt. Haschisch enthält meist mehr THC, CBD und CBN, Indoor-Grassorten enthalten vor allem THC und kein oder im Verhältnis nur wenig CBD und CBN.

Entspannend, appetitanregend, Gefühle werden intensiviert, Gelassenheit und/oder grundlose Heiterkeit stellen sich ein. Das Zeiterleben wird verändert (meist verlangsamt). Bei hoher Dosierung und Produkten ohne CBD kann Cannabis halluzinogen wirken; generell sind Konzentrationsfähigkeit und Merkfähigkeit während des Rausches temporär beeinträchtigt. Wirkungseintritt: geraucht inner­halb weniger Minuten, gegessen erst nach 0,5 – 2 Std.

Wirkdauer: geraucht 1 – 2 Std., gegessen 8 – 14 Std. (!)

Nacheffekte: bis zu mehreren Stunden (abhängig von Dosis, Gewöhnung und Konstitution).

Anstieg von Herzschlag- und Pulsfrequenz, Rötung der Augen, Mundtrockenheit, übermässiges Hungergefühl (Fressflash). Schwindelgefühle, Übelkeit und Erbrechen können vor allem beim Erstkonsum auftreten. Bei hohen Dosierungen kann es zu Kreislaufproblemen bis hin zum Kreislaufkollaps unangenehmen Gefühlsintensivierungen, sowie zu Paranoia und depressiven Verstimmungen kommen. Die psychischen Risiken sind bei Produkten mit wenig CBD/CBN ausgeprägter.


Langzeitrisiken

Wenn du häufig und regelmässig konsumierst, besteht die Gefahr einer Abhängigkeit (vor allem mit psychischen, aber auch leichten körperlichen Symptomen). Bei plötzlicher Abstinenz sind Schweissausbrüche, Hitze/Kälteschauer, Appetitlosigkeit und Einschlafschwierigkeiten sowie Gereiztheit möglich.

Bei chronischem Konsum besteht die Gefahr von Realitäts­verlust; möglich ist auch eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und der Motivationsfähigkeit. Beim Rauchen steigt durch die Verbrennungsprozesse bei chronischem Konsum die Anfälligkeit für Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Luftröhren- und Lungenentzündungen etc.).

  • Cannabisprodukte beeinflussen temporär deine Merk- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Rauche nur in deiner Freizeit.
  • Beim Essen oder Trinken von Cannabisprodukten sind die Wirkungen stärker und unberechenbarer als beim Rauchen; das Risiko einer Überdosierung ist hoch. Taste dich vorsichtig an die richtige Dosis heran, lege nicht
    gleich nach! Beachte den ver­zögerten Wirkungseintritt.
  • Variiere die Produkte, konsumiere nicht nur Indoor-Gras.
  • Benutze einen Vaporizer oder achte beim Rauchen auf gute Filtermethoden (Aktivkohlefilter).
  • Da Cannabis mit Tabak gemischt konsumiert werden, besteht bei täglichem Konsum auch eine Nikotinabhängigkeit (stärkere Abhängigkeit).
  • Je jünger du anfängt zu kiffen, desto grösser ist die Gefahr, psychische Probleme zu entwickeln.
  • Konsumiere nicht, wenn es dir nicht gut geht. Psychosen könnten ausgelöst werden, wenn du vulnerabel (darauf empfindlich) bist.
  • Bei Schizophrenie kann Cannabis den Krankheitsverlauf verschlimmern oder zu Rückfällen führen.
  • Bei Lungenerkrankungen und bestehenden Herzbeschwerden oder Herzerkrankungen sollte auf den Konsum verzichtet werden.

Vorsicht beim Mischkonsum!

Substanzgruppen