LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine halluzinogene Substanz, die früher aus dem Mutterkorn extrahiert wurde und heute chemisch synthetisiert wird. LSD wurde bis zu seinem Verbot als Hilfsmittel in der Psychotherapie eingesetzt.
Gruppe: Psychedelika

Erscheinungsformen: flüssig; meist in Form von Papiertrips (Löschpapier, «Filz») oder selten als meist höher dosierte Mikro­tabletten aus Gelatine («Mikros»)

Konsumform: oral (geschluckt)

Dosierung: 20 – 150 Mikrogramm (= 0.05 – 0.15 mg); Dosierungen von mehr als 150 – 400 Mikrogramm erzeugen höchst intensive psychedelische Erlebnisse und sollten nur von sehr erfahrenen User/innen konsumiert werden.

Die LSD-Wirkung ist sehr stark von Dosis, Set und Setting abhängig. Als Halluzinogen intensiviert und verfremdet LSD deine Sinneswahrnehmungen und dein Raum-Zeit-Empfinden, du fühlst dich leicht und losgelöst. Deine Stimmung und deine Gefühle können sich abrupt verändern. Hochdosiert kann es zur Loslösung vom eigenen Körper kommen. Besonders in der Anfangsphase des Trips können leichte Atembeschwerden, Herzrasen, Schweissausbrüche, veränderter Blutdruck und Übelkeit auftreten.

Wirkungseintritt: nach 20 – 60 Min.

Wirkdauer: ca. 8 – 12 Std.

Nacheffekte: 2 – 5 Std.

Krämpfe, Zähneknirschen und Schwankungen der Körpertemperatur. Die Risiken beim Gebrauch von LSD liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind von der Persönlichkeitsstruktur des Users / der Userin abhängig. Die Wahrnehmungsveränderungen auf einem Trip können so intensiv sein, dass Unerfahrene sich von der Flut von Eindrücken überfordert fühlen. Vor allem bei Nichtbeachtung der Regeln betreffend Set und Setting kann es zu Fehlreaktionen, Orientierungsverlust, Panik, Paranoia und «Horrortrips» kommen.


Langzeitrisiken

Realitätsverlust. Es besteht – auch bei ein­maligem Konsum – die Gefahr, dass vulnerable Psychosen ausgelöst werden können. Es ist keine LSD-­Abhängigkeit bekannt.

  • Lass deinen Trip testen, um die Dosis zu kennen und auszuschliessen, dass du kein NBOMe / DOC statt LSD gekauft hast.
  • Dosiere niedrig. Wirf nicht nach, auch wenn es nicht gleich wirkt!
  • Nimm LSD nur gut vorbereitet in einem geschützten Umfeld ein, in dem du dich wohl fühlst, und nur zusammen mit erfahrenen Freund/innen (gutes Setting). Meide Strassen und andere «gefährliche» Orte, dein Orientierungsvermögen kann gestört sein.
  • Nimm LSD nur, wenn du dich seelisch und körperlich gut fühlst (günstiges Set).
  • Du solltest keine Angst, aber genug Res­pekt vor der LSD-Wirkung haben. Hast du Angst vor einer intensiven psychoaktiven Wirkung, dann verzichte auf den Konsum. Konsumiere LSD nicht auf vollen Magen, aber iss etwas Leichtes vor oder auch während dem Rausch.
  • Lass dich während des Trips gehen, versuche nicht, gegen die LSD-Wirkung anzukämpfen.
  • Gönne dir zumindest am Tag nach dem Trip viel Ruhe und Erholung, um die Erfahrung verarbeiten zu können.
  • LSD-Trips sollten Ausnahmeerlebnisse bleiben.
  • Bei Panikanfällen oder Horrortrips: siehe Booklet unter Notfall.
  • Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen, Personen, die Neuroleptika* nehmen müssen, sowie Personen mit Kreislauf- und Herzproblemen sollten auf den Konsum von LSD verzichten.

Vorsicht beim Mischkonsum!

Substanzgruppen