Die Wirkung ist sehr stark setting- und dosisabhängig. Die individuellen Unterschiede in Wirkung und Empfindlichkeit sind gross. Der Rausch kann leicht narkotisch und bewusstseinserweiternd sein, er reicht von Wahrnehmungsverzerrungen bis zum totalen Realitäts- und Kontrollverlust. Im Unterschied zu andern Psychedelika können die Halluzinationen wirken, als wären sie real. So sieht die Person im Extremfall Menschen, die in Wirklichkeit nicht anwesend sind, und redet mit ihnen, oder sie halluziniert Gegenstände.

Gruppe: Psychedelika, Dissoziativa

Wirkungseintritt: oral eingenommen nach 30 – 45 Min.

Wirkdauer: je nach Dosis und Konsumform 5 Std. bis mehrere Tage (!)

Nacheffekte: bis zu 10 Tage

Häufige Nebenwirkungen sind geweitete Pupillen (manchmal extreme Pupillenerweiterungen über mehrere Tage), Kribbeln auf der Haut und eine starke Austrocknung der Schleimhäute. Schrift kann oft tagelang nicht
entziffert werden, was nicht selten Panik auslöst. Zudem sind die Augen extrem lichtempfindlich. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Schwindel, Taumeln, zeitweilige Blind-
heit, Unruhe. Bei hohen Dosierungen: spätere Erinnerungslücken, Krämpfe und Atemprobleme. Der Unterschied zwischen der wirksamen psychedelischen und der toxischen, allenfalls tödlichen Dosis ist gering. Wegen der Wirkstoffschwankungen von Pflanze zu Pflanze ist das Risiko einer Ver­giftung zusätzlich erhöht. Bei einer Überdosierung kann es zum Tod durch Atemlähmung kommen.


Langzeitrisiken

Sind nicht erforscht.

  • Unerfahrenen User/-innen ist dringend vom Gebrauch von Nachtschattendrogen abzuraten.
  • Risikoarme Konsumformen sind Rauchen – beginne am besten mit winzigen Mengen und taste dich langsam an die verträgliche Dosis heran – und die Anwendung von Salben. Am besten, man stellt eine grössere Menge Salbe her und tastet sich langsam (!) an die optimale Dosis dieser Salbe heran. Bei zu kurzen Pausen kann sich die Wirkung über mehrere Tage summieren.
  • Vor dem Konsum nur leichte Nahrung zu sich nehmen und während des Trips viel trinken (am besten Tee).
  • Vorsicht: Es dauert lange, bis der Rausch eintritt. Man sollte nicht nachlegen, da sich die Dosis so zu einem späteren Zeitpunkt summiert, wodurch Vergiftungen mit möglicher Lebensgefahr auftreten können.
  • Wenn jemand nach Einnahme einer Nachtschattendroge Probleme hat, dann versuch es zuerst mit beruhigenden Aktionen wie Reden, Ausschalten von lauter Musik, Ruhe in sicherer Umgebung usw. Bei Tobsuchtsanfällen oder Symptomen einer Atemlähmung (blaue Lippen, stockende, schwere Atmung) sofort Notarzt (Tel. 144) oder die Sanität rufen.
  • Verzichte unbedingt auf den Konsum von Nachtschattendrogen, wenn du unter körperlichen oder psychischen Erkrankungen leidest.

Achtung!

Aufgrund des starken und schwer einschätzbaren Wirkpotenzials sollte man auf die gleichzeitige Einnahme anderer Substanzen verzichten.

Substanzgruppen